…liegen nun hinter uns. Das erste Drittel bis zum Nordkapp ist geschafft und man kann das erste Fazit ziehen, mehrere sogar.
Die Herausforderung liegt niemals im elektrischen fahren. Wir können nur selten länger als zwei Stunden am Stück fahren, bevor sich der Nachwuchs mit dem Wunsch nach Essen, neuer Windel oder Auslauf meldet. In zwei Stunden ist der Akku nicht leer zu bekommen. Super! Alle zwei Stunden rund 30 Minuten Pause zu machen tut gut. Unser Vorhaben beinhaltet viele Autostunden, da ist es sehr willkommen zur Pause gezwungen zu werden.
Wir haben von Remscheid bis Oslo rund 220 kWh Stunden Strom verfahren. In Geld bedeutet das knappe 73€ wovon 55€ an Tesla Chargern nachgeladen wurden. Die Differenz resultiert aus der Ladung mit der wir in Remscheid gestartet sind. Diese habe ich bisher zwar nicht Zahlen müssen, Gruß nach Remscheid, aber um es korrekt zu berechnen, darf diese nicht fehlen.
Wir kommen daher auf einen durchschnittlichen Strompreis von 33 Cent die Kilowattstunde, das kann sich sehen lassen! Tendenziell wird es jetzt günstiger. Rechnen wir grob einen Benziner gegen, der 6,5 Liter auf 100 Kilometern verbraucht, keine Ahnung ob das realistisch ist, und gehen wir von rund 1,90€pro Liter Benzin aus, ab Dänemark in der Regel über 2€, kommen wir auf gut 125€ Sprit für die 1000 Kilometer. Mit anderen Worten, die ersten 50€ sind eingespart.
Ich möchte nochmals betonen, dass dies nur Richtwerte sind und wir hier keine Nietzähler sind.
Von Hirtshals nach Larvik

Fähren bin ich nur die Kleinen gewohnt. Also die ganz kleinen, 30 Fahrzeuge, vielleicht noch ein LKW und die Rinne in der die Teile fahren muss auch ständig ausgehoben werden. Mit der Color Line von Hirtshals nach Larvik zu fahren ist ein anderes Kaliber. In dunkler Erinnerung habe ich eine Fährfahrt nach London, bzw. nach Dover. Diese war ähnlich.
Kaum am Hafen angekommen ging es in den Bauch des Schiffes. Feste verstaut mit vielen anderen Autos mussten wir den Boliden zurücklassen und in das Innere des Schiffes vordringen. Neben einem sehr sauberen Schiff, dem Versuch die Kinder zu beschäftigen und fairen Preisen beim Essen, versucht die Color Line alles an diesem Schiff zu monetarisieren. Du möchtest in Fahrtrichtung herausgucken? Dann musst du in das Restaurant „Catch me if you can“. Nur mal gucken? Keine Chance. Auf der Rückseite gab es dann zu meiner Erleichterung die Möglichkeit Außenbereiche zu besuchen, mit Bänken und co.
Wir brauchten eine Weile bis wir uns an den Seegang gewöhnt hatte. Nur Anton krabbelte Fröhlich über die verschiedenen Decks der kleinen Nuckelpinne und erkundete alles sehr neugierig.
Übergesetzt haben wir übrigens mit der Super Speed 2.
Wer mehr wissen möchte: https://de.wikipedia.org/wiki/SuperSpeed_2

In Larvik angekommen wartete bestes Wetter auf uns. Viele neue Eindrücke prasselten auf uns ein, die Sophia mit „Die Verkehrsschilder sehen aus wie in Deutschland“ quittierte. Nach einigen Kilometern in Dänemark muss ich zugeben, dass der Stil wieder eher in die bekannte Richtung geht.
Ich wollte unbedingt mit der Drohne am Hafen ein paar Fotos machen. In einer völlig unbekannten Gegend ist es gar nicht so einfach den Richtigen Start und Landeplatz für das Teil zu finden. „Man darf nicht direkt an Bahngleisen starten“ hallte es in meinen Gedanken als ich die kleine Drohne am Bahnhof von Larvik starten lies. Ein paar Norweger grüßten mich nett und ich grüßte zurück.
Erster Eindruck von Norwegen? Schick, schick, Schick.

Die weitere Reise nach Oslo verging schnell und ohne Probleme. An die dauerhaft schöne Landschaft muss man sich erstmal gewöhnen. Ständige wollte man anhalten, ein Foto machen, die Drohne steigen lassen oder einfach nur gucken.
Wir sind zum Abend hin in Oslo eingetrudelt, haben als erstes der Botschaft des Kosovos einen Parkplatz geklaut, um dann unsere schöne Unterkunft, für die nächsten Tage, zu bestaunen.
Zur Feier des Tages gibt es Nudeln mit Ketchup. Prost!


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