Die Reise zum Nordkapp spülte uns gestern also nach Trondheim.
Angekommen fiel sofort auf, dass Trondheim sehr bergig ist. Man fährt eine ganze Weile den Berg hinab, bis man auf Meeresspiegelniveau angekommen ist. Es wird die letzte „große“ Stadt sein für die nächsten Wochen und wir genießen es nochmal eine Auswahl aus vielen Bäckern und Lebensmittelgeschäften zu haben. Mal abgesehen von den Restaurants.
Geparkt wurde das Auto übrigens im Parkhaus des gegenüberliegenden Hotels. Der Tagestarif zum parken liegt hier bei nur 25€! Deutsche Verhältnisse nenne ich das.
Ansonsten merkt man gegenüber Oslo eine sich entspannende Preislage. Allerdings hat alles noch immer „Tankstellen“ Niveau.
Touri

Direkt gelegen am Trondheimfjord verfügt die Stadt natürlich über einen Hafen. Für uns ist im Gegensatz zu Oslo alles fußläufig erreichbar, was das abstellen des Autos sehr einfach macht. Der erste Weg führe uns sofort an den Fluss Nidelva, der quer durch die Stadt direkt in den Fjord fließt. Im Stadtteil Bakklandet steht die Speicherstadt. Viele Bunte Häuser reihen sich direkt am Fluss aneinander. Manche Stütze die ins Wasser reicht wirkt reichlich marode. Wir haben daher entschlossen uns aus dem Staub zu machen und auf festeren Böden zu stehen.
Der Hafen ist im Vergleich zu den letzten Städten (Hamburg, Aarhus, Larvik, Oslo) ein kleiner Bums. Hin und wieder verirren sich die dicken Pötte aber auch in den kleinen Hafen. Soweit ich das richtig verstanden habe aber nur in den Sommermonaten.
Im Hafen angekommen fiel mein Blick direkt auf ein Boot welches untypisch ausgesehen hat. Erst auf den Bildern konnte ich eine kleine Kanzel am oberen Teil des Bootes erkennen. Der Rest einfach geschlossen mit großer Aufschrift: Autonomous
Das ist ja genau mein Thema, gerade weil ich mit dem Megane so viel „Autonom“ fahre. Der Active Driver Assist im Megane lenkt, bremst und beschleunigt ab 60 km/h selber. Wahnsinn!
Rückblickend gesehen sind wir die typischen Touri-Orte abgegangen und waren danach sehr zufrieden diese schöne Stadt in teilen gesehen zu haben.
Dann hieß es erstmal den Jungen wieder schlafen legen.
Die Straßenbahn mit nur einer Linie

Googlet man nach „Straßenbahn Trondheim“ findet an schnell einen Artikel in dem der Niedergang der Tram beschrieben wird. Allerdings ist noch eine Linie übriggeblieben, die die Innenstadt mit den äußeren Bezirken verbindet. Nach einem kurzen Blick bei Google Maps wusste ich natürlich mit meinem geschulten Auge sofort, wo wir die Tram zu erlegen haben.
Heute aufgrund der fortgeschrittenen Zeit aber nur um ein Foto zu machen. Morgen dann auch um mit ihr zu fahren.
Vorbei an einigen Seen fährt die letzte Straßenbahnlinie Trondheims. Besonders schön finde ich das Brückenbauwerk „Hoemsbrua“. Da versuche ich die Bahn morgen mit der Drohne zu erwischen.
Am Betriebsgelände wartete ich geduldig, bis der kleine Triebwagen leise den Berg hinauf summte.
Direkt neben dem Betriebsgelände befindet sich übrigens das Trammuseum, in dem einige schicke Exponate darauf warten, auf der 8,8 Kilometer langen Strecke ausgefahren zu werden. Leider ergibt sich dies nicht während unserer Tage vor Ort.
KI-Straßenbahn


Passend zum Autonomen fahren habe ich heute Abend die Zeit genutzt und ein bisschen mit Adobe Firefly rumgespielt. Das Ergebnis könnt ihr oben testen. Ruck zuck waren eine Hand voll Menschen nicht mehr im Bild zu sehen, ein Baustellenzaun entfernt und das Ergebnis bis auf wenige Stellen so gut, dass es fast schon lächerlich ist.
Welchem Bild kann man heute schon noch trauen?
Morgen fahren wir dann endlich mit der Linie 9 nach Lian.
Die Straßenbahn, welche auf 1000 mm fährt, ist übrigens die nördlichste Straßenbahn der Welt.
Mit anderen Worten: Ich werde euch in diesem Blog, in nächster Zeit, mit diesem Thema, nicht länger auf die Nerven gehen


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