Norwegen, wir kommen!

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Unachtsam wie ich bin, ließ ich einst in einem Gespräch mit Julian den Satz fallen, dass es doch lustig wäre, wenn wir zusammen eine größere Fahrradtour machen würden. Julian macht solche Touren regelmäßig.
Auf diese Aussage festgenagelt, ging es im Sommer 2023 auf eine rund 600 Kilometer lange Deutschlandreise mit dem E-Bike.
In Wernigerode feierten wir dann Bergfest und schon damals konnte ich sagen: So weit bin ich noch nie mit dem Fahrrad gefahren. Das konnte ich in Berlin, unserem Ziel, dann wiederholen.
Die längste Etappe erstreckte sich von Wernigerode nach Potsdam. Gute 200 Kilometer aus eigener Kraft erstrampelt, unterstützt durch einen Akku. Einen Kilometer vor dem Ziel riss dann meine Kette. Nicht nur ich war mit 200 Kilometern überfordert, nein, mein Fahrrad auch!
Doch leidgeprüft war der Triumph, am Brandenburger Tor anzukommen, umso größer.
Unsere Etappen waren mal bergig, mal flach und der nächste Fahrradhändler, der einem den Po rettet, war nie mehr als eine Rufweite entfernt. Das soll sich dieses Jahr ändern.

Norwegen again

Mit dem E-Auto ging es 2023 bereits zum Nordkapp. Aus den Fenster meines Meganes heraus habe ich also sozusagen das ganze Land gesehen. Hier geht es zur Nordkapp Reise.
Aber stimmt das? Ganz Norwegen? Nein! Soweit man das bei einem so großen Land sagen kann, haben wir komplett Süd-Norwegen ausgelassen. Von Oslo ging es mit dem Auto 2023 direkt nach Trondheim.
Daher war das Auslandsziel für eine erneute Fahrradtour gefunden: Norwegen.
Dieses mal reichen auch keine 600 Kilometer mehr, wie wir sie nach Berlin fuhren. Nein, wir schrauben hoch auf 1500 – 2000 Kilometer. Ganz genau werde ich das erst sagen können, wenn die Tour gefahren ist. Beim letzten Mal waren unsere abendlichen Ruhestätten tolle Hotels. Dieses mal geht es bei Feierabend ins Zelt.
Es wird also eine ganz andere Reise werden, als im Vergleich zum letzten Jahr. Nach einem anstrengenden Tag kann man sich in kein weiches Bett fallen lassen und eine warme Dusche genießen. Im besten Fall ist das Zelt, bzw. das Nachtlager in 10 – 15 Minuten errichtet, um dann Nudeln auf dem Campingkocher weich zu kochen. Wenn das funktioniert, liegt man dann in einem Zelt auf dem Boden. Herrlich wird es!

Timon ohne E-Auto?

Megane E-Tech am Supercharger

Natürlich erfolgt die Anreise mit dem E-Auto. Grundsätzlich lag die Planung eher auf dem Zug. Doch diese fahren mir nicht pünktlich genug und 8 – 12 Stunden Zug fahren muss auch nicht unbedingt sein. Mit dem Elektroauto geht es daher von Remscheid aus bis Hirtshals. Dort suchen wir uns einen tollen Parkplatz, auf dem das Auto rund zwei Wochen verweilen wird und steigen mit den vollbepackten und behangenen Drahteseln auf die Fähre.
Sobald wir die Fähre betreten haben, trennen uns nur noch 4 Stunden „Schifffahrt“ vom Strampeln. Die Nordkapp-Reise im Vorjahr startete auf norwegischem Boden in Larvik.
Dieses Jahr führt der Weg der Fähre in das weiter westliche Kristiansand. Von dort aus leiten uns die ersten Kilometer mit dem Fahrrad bis Stavanger, wo eine weitere Fähre den Weg nach Bergen ebnet.
Das ist sozusagen schon der „ganze Plan“, denn im Anschluss gibt es keine feste Planung mehr, sondern von Bergen aus lassen wir uns treiben. Welche Etappe wie gefahren wird, soll spontan entschieden werden und die Lager werden dort aufgeschlagen, wo es uns gefällt.
Das ungefähre Halbzeitziel ist Trondheim, von wo aus es im Anschluss wieder an den Südzipfel Norwegens, nämlich nach Larvik gehen soll.
Im Larvik angekommen, haben wir das Ziel unserer Reise dann erreicht und setzen mit der Fähre wieder über nach Dänemark, um das hoffentlich wohlbehaltene Auto wieder in Empfang zu nehmen.
Es handelt sich also um eine kleine und entspannte Reise durch Süd-Norwegen.

Motivation ist Trumpf

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  Tage

  Stunden  Minuten  Sekunden

bis

Mit dem E-Bike durch Norwegen

Mit an meiner Seite wird wieder mein Motivator sein: Julian. Angesteckt von der Idee, hat er sich bereits mit allerhand Campingausrüstung eingedeckt. Das Gebot der Stunde lautet also für mich: Abwarten, was Julian für tauglich hält und dann selbst zur Geldbörse greifen.
Während Julian bei der Fahrradtour nach Berlin selbst noch auf ein wenig Unterstützung aus dem Akku gebaut hat, steht sein E-Bike nun zum Verkauf und er bahnt sich den Weg mit einem ausschließlich durch die eigenen Muskeln angetriebenen Gefährt.
Die Zukunft wird also zeigen, wer wen bei diesem Vorhaben motivieren wird. Ich befürchte ich kenne die Antwort bereits! Um ins Training zu kommen, wird kurzum der Arbeitsweg wieder mit dem Fahrrad bestritten und nach erfolgreichem absolvieren des Mammutmarschs in Leipzig, steht am 20.04.2024 der Mammutmarsch im Ruhrgebiet an. Das verzeichne ich als Heimspiel.
Die Hoffnung ist, die Bike-Packing-Tour als durchtrainierter und top motivierter Athlet zu absolvieren.
Spaß bei Seite. Die Aussicht steht auf Muskelkater, harte Böden, enges Zelt und einen kargen Lebensstil. Doch die Vorfreude auf dieses unvergessliche Abenteuer könnte nicht größer sein.
Der Countdown läuft.

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3 Antworten zu „Norwegen, wir kommen!”.

  1. Avatar von Gabriele Gerhardts
    Gabriele Gerhardts

    Wir sind gespannt auf die Berichte und die Bilder. Das wird ein mega Abenteuer, aber auch eine Herausforderung zumindest für dich werden. Der Julian ist ja eine Maschine und voll im Training.

    Da hast du später deinen Enkeln was zu erzählen, wenn du im Schaukelstuhl sitzt.

    Ich kriege gerade das Bild nicht aus dem Kopf😂

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    1. Avatar von Timon G.

      So nämlich!

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  2. Avatar von Jörg

    Norwegen! Klasse! Viel Spaß

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