Wie stellt ihr euch den Polarkreis vor? So richtig habe ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht. Durch den Weihnachtsmann und co. geht es doch auch immer um den Nordpol, oder nicht?
Um zum Nordpol zu gelangen muss man aber früher oder später den Polarkreis bezwingen, hinter sich lassen, überspringen, oder wie wir, überfahren.
Es ist natürlich lustig, dass der erste Schnee den wir mit den Reifen berühren (Bisher lag er nur am Straßenrand) am Polarkreis auf uns wartete.
Irgendwie hat alles am Polarkreis gewartet. Sogar Rentiere.
Von Mo i Rana nach Bodø

Als erstes muss ich eine Lanze für das tolle Hotel in Mo i Rana brechen.
Das Sure Hotel by Best Western Ole Tobias hat alles geboten, was ein Hotel für uns bieten muss. Ein sauberes, vielleicht nicht ganz aktuelles, Hotelzimmer, eine Ladesäule direkt am Haus zu sehr fairen Preisen und Waffeln.
Abends im Hotel eingekehrt haben wir uns über frische Waffeln hergemacht. Eine super Idee des Hotels, auch für Gäste die etwas später anreisen.
Heute am Morgen haben wir uns pünktlich um neun Uhr rum auf den Weg Richtung Bodø gemacht. Das Ziel war der Hafen, denn wir mussten um 16:45 Uhr eine Fähre bekommen, die uns auf die Lofoten karrt.
Die Passstraßen und Fjorde hatten den üblichen Charme. Man meint, man gewöhnt sich an die tolle Aussicht. Gerade dann, wenn man diesen Gedanken nur für eine Sekunde zulässt, packt es einen wieder und man sitzt mit offenem Mund im Auto.
Als wir auf knapp 700 Meter waren, um uns herum Schnee, wartete das Arctic Circle Center auf uns. Kann man sich vorstellen, dass dieses Besucherzentrum im Winter dicht macht? Das Polarkreis Besucherzentrum macht im Winter zu. Lachhaft finde ich das. Obwohl die Touris im Winter sicherlich ausgedünnt sind.
Die Besonderheit am Polarkreis ist es, dass es zu den Sonnenwenden jeweils einen Tag gibt an dem es nicht dunkel oder halt nicht hell wird.
Beides möchte ich nicht so richtig erleben. Ich brauche meinen Schlaf!

Die Überfahrt

Pünktlich angekommen fuhren wir auch schon auf die Fähre auf. Das kleine „Boot“ war nur noch, über den Daumen, halb so groß wie die Super Speed 2, die uns von Hirtshals nach Larvik gebracht hat.
Eingedeckt mit Medikamente gegen Traver Sickness machten wir uns auf das Auto im Bauch des Schiffes zu parken und gingen auf Deck 3. Es war das einzige Besucherdeck. Ein großer Pluspunkt war allerdings, dass man in Fahrtrichtung hinausschauen konnte. Genau das, was ich an der Color Line bemängelt habe, wurde richtig gemacht. 10/10!
Der Seegang war schon etwas deutlicher zu spüren. Ist doch klar, bei der nur 93 Meter langen Nussschale!
Anton tobte unter Aufsicht seiner Mutter, als ich auf der „Sonnenterrasse“, auf der es arsch kalt war, Bilder machte.
Es wird einem bei dieser Überfahrt schon ein bisschen mehr geboten, im Vergleich zur Fahrt nach Larvik.
In der ersten Stunde bahnt sich die Fähre ihren Weg durch viele kleine Inseln. Dann geht es ein Stück über das offene Meer um dann in Moskenes, Lofoten, wieder ausgespuckt zu werden.
Die rund sechsig Minütige Fahrt zur Unterkunft war im dunkeln so spektakulär wie ein Tischfeuerwerk.
Halt wir feste: Bei Nacht wirken die Lofoten nicht so umwerfend wie sie es auf den Bildern sind. Aber das kommt sicher noch.
Hier bleiben wir in einen wirklich wundervollen Haus, Bilder folgen, für rund eine Woche. Wir werden es uns gutgehen lassen, versprochen.
Hier noch ein paar Eindrücke des heutigen Tags:






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