Ach Mensch, manchmal weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll zu erzählen. Soweit bin ich wieder fit, auch wenn die letzte Unterkunft nicht versucht hat dies zu fördern.
Ein kurzer Rückblick nach Narvik: Nach einer anstrengenden Fahrt kommen wir gefühlt in einem englischen Arbeiterviertel vergangener Jahrhunderte an. Das Apartment, welches sehr bescheiden geschnitten war, lag im dritten Stock unter dem Dach. Erreichbar war es nur durch eine Treppe, die nicht hätte steiler sein können. Noch steiler sind nur noch Leitern.
Das Badezimmer roch wie ein Schwimmbad, in dem der Bademeister mehr Chlor als Wasser im Becken hat und mit Essen war auch wieder nichts.
Hier allerdings wieder ein Hinweis: Ich bin sehr schwierig was Essen angeht.
Mit gedämpfter Stimmung eingeschlafen wurde die kleine Wohnung in Narvik über Nacht auch nicht schöner. Erster gemeinsamer Gedanke heute Morgen, bestimmt auch von Anton: Komm, raus hier. Wir fahren los.
Die heutige Tour führte uns dann von Narvik nach Tromsø.
Wir durften zum zweiten Mal die Hålogaland Brücke überqueren, googlen lohnt sich, und passierten wie immer so manchen Fjord, Berg, Natur halt.
Am Flughafen Bardufoss warteten dann noch einige Ketten getriebene Militärfahrzeuge auf uns, flankiert von einem Bataillon Soldaten.
Baum im Weg

An Fahrtagen kommt die Drohne meist mehr zum Einsatz als die Kamera. Zu weitläufig sind die Landschaften die ich abbilden möchte. Das bekomme ich mit einer Kamera einfach nicht hin.
Neben Fotos gibt es auch einige Videos, die bisher nicht den Weg in den Blog gefunden haben. Besonders angetan hat es mir die „Verfolgen“ Funktion der DJI Drohne. Bei allem was jetzt folgt möchte ich betonen, dass ich mir das Fluggerät lediglich ausgeliehen habe. Vor Jahren habe ich den dafür nötigen Schein gemacht, doch ist es wie mit dem Erste-Hilfe-Kurs. Wenn man das Wissen bräuchte, ist es zu lange her.
Ich halte am Straßenrand an und schalte erst die Fernsteuerung und dann die Drohne ein. „Flugwarnzone D“ erscheint im Display. Ich habe hierzu in den letzten Tagen gegoogelt und bin der Meinung, dass man in solchen Zonen nicht höher als 50 Meter fliegen darf.
Schnell ließ ich die Drohne auf 30 Meter steigen und gab den Befehl aus, meinem Auto zu folgen. Dies tat die Drohne auch über einige Meter.
Im Augenwinkel sah ich wie die Drohne über Bäume flog. Ein Geräusch wie von der Einparkhilfe eines Autos erklang laut und das Bild im Display der Fernsteuerung wurde Schwarz. „Motor Speed Error“ machte sich nun auf dem Display sichtbar. Dies ist ein netter Hinweis, dass etwas das Drehen der Propeller verhindert. Mit anderen Worten: Fliegen kann das Teil nun nicht mehr.
Mit der Haftpflicht im Nacken war mein erster Gedanke nicht: „Oh nein, was wird Julian sagen?“ sondern: „Oh nein, noch 5.000 Kilometer ohne Drohne. „
Die nächste Haltemöglichkeit genutzt, habe ich erstmal durchgeatmet. Sophia wollte auch erst nicht glauben, dass die Drohne abgestützt ist.
Der Gedanke nun durch den Wald zu stapfen, bei rund -5 Grad und eine helle Drohne im Schnee zu suchen, super.
Wie durch ein Wunder war wieder ein Bild zu sehen. Die Drohne stand weit oben am Himmel. Sollte eine Drohne den Kontakt zur Fernsteuerung verlieren, fliegt diese auf eine vorher festgelegte Höhe. In unserem Fall waren dies 120 Meter, was der maximal erlaubten Flughöhe entspricht. Im Anschluss an den Steigflug macht sich die Drohne auf zum „Startpunkt“ den eigentlich die Fernsteuerung markiert. Eigentlich sage ich, weil damit die Koordinaten des Startplatzes gemeint sind und nicht der aktuelle Standort der Fernsteuerung. Bis ich das in der Aufregung verstanden habe ist mir viel Blut durch den Körper gepumpt worden.
Dann das nächste Problem: Flugwarnzone D und die Drohne steht nun auf 120 Metern. Ich sags euch, heute schlafe ich gut.
Doch habe ich mich dann gefangen, konnte den Ort der Drohne ermitteln und diese dann sogar sicher landen. Augenscheinlich ohne Beschädigungen ging es weiter und an anderen Stellen auch wieder in die Luft.
Reichweiten Update

Mehr als -1 Grad waren auf der heutigen Etappe nicht drin. Heißt also auch, dass wir das erste Mal komplett bei Minus-Temperaturen unterwegs gewesen sind.
Besonders lustig fand ich dann auch die heutigen Teslacharger, weil diese irgendwie halb portabel dort installiert wurden.
Aber auch heute, bei guter Heizungsnutzung, waren mehr als 300 Kilometer drin. Damit zeigt der Megane auch bei Kälte, wie gut seine Wärmepumpe funktioniert, bzw. wie effizient das Auto grundsätzlich ist.
Im Vergleich zur Heizung im Zoe ist die des Megane ein Segen.
In Tromsø warteten auch die ersten Kilometer auf geschlossener Schneedecke auf uns. Ich bin gespannt wie der Megane sich im Schnee macht, hierzu habe ich nämlich praktisch keine Erfahrungen.


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