Neuschnee

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Wie bereits beschrieben, war die Anfahrt zu unserem Ferienhaus nach Fönebo durchaus von Schnee geprägt und sehr rutschig.
Abends im Haus der letzte Blick auf den See mit der Erkenntnis, dass es schneit.
Am nächsten Morgen dann die Aussicht auf über 20cm Neuschnee.
Das sind durchaus Begebenheiten, wie ich Sie aus alten Zeiten noch aus Remscheid kenne.
Ein großer Unterschied ist dann aber doch der Untergrund und wie viele Straßen hier eben nicht geräumt werden, weil diese weit außerhalb sind.
Zuhause fahre ich durch hohen Schnee bis zur nächsten Hauptstraße und in der Regel ist dort geräumt.
Die erste Herausforderung war es, das Auto von Schnee zu befreien.
Fahrerisch ging es erstmal 700 Meter abwärts, über einen Schotterweg, auf dem der alte Schnee lag und auf den sich wiederum der neue niedergelegt hat.
Darauf folgten dann über rund 100 Kilometer hoher Schnee. Egal, ob Landstraße, Nebenstraße oder Autobahn, geräumt war noch nichts. Auf der „Autobahn“ wird man dann trotzdem noch mit 90 Sachen überholt.

Sundsvall

Alles nasser Kladderadatsch

Das eigentliche Ziel der aktuellen Etappe war Sundsvall. Das günstige und geräumige Haus in Fönebo gab dann den Ausschlag, „außerhalb“ zu hausen.
Sundsvall selber hat uns in dichtem Nebel empfangen und aus der Entfernung konnten wir nicht viel von dieser wunderschönen Stadt sehen.
Weiter ins Stadtzentrum hinein suchten wir uns ein zentrales Parkhaus (12 Kronen die Stunde) und machten uns auf in den Kern.
Auch hier: nichts geräumt. Als wir das Parkhaus verlassen, lege ich mich fast samt Kraxe auf die Nase. Mit der „heißen“ Fracht muss man halt ein bisschen vorsichtiger unterwegs sein.
Fortan stapften wir also durch tiefen Schnee, über Gehwege, die Mitte der Straße oder unbekannte Untergründe.
Schon mehrfach sind uns in Schweden Menschen mit kurzen Hosen aufgefallen. Ich bin für viele schon schmerzfrei, wenn ich bei 7 Grad mit kurzer Hose unterwegs bin. Die Jungs und Mädels hier machen das aber auch noch bei über 15 Grad weniger.
Rund um den Marktplatz erhebt sich die Stenstaden, also die Steinstadt. Riesige Gebäude strecken sich vom Boden in Richtung Himmel und sind, wie der Name es vermuten lässt, sehr massiv gebaut.
Der Zusatz, diese Stadt im Schnee zu entdecken, vermittelt durchaus schon weihnachtliche Stimmung. Hab Ihr schon Lebkuchen gekauft? Wir haben sogar schon welche gegessen!
Die Kälte trieb uns in einen der vielen Süßigkeitenfachgeschäfte. Auch schon in den anderen Städten waren auffallend viele dieser Fachgeschäfte. Aus Angst vor Gewichtszunahme haben wir diese bisher gemieden, in Sundsvall dann aber doch die Initiative ergriffen. Eine riesige Wand voll Haribo und co. abfüllbar in Bottichen und Tüten. Natürlich haben wir uns eine solche Tüte gefüllt. Das Ergebnis im Mund eher so Mittel. Wirklich geschmeckt haben uns die harten Haribos, die offen gelagert wurden, nicht. Aber die Auswahl war gut!
Dafür gab es aber eine große Auswahl an Chips, Popcorn mit Oreo-Geschmack, Schokolade und vielem mehr.
Einzig die Preise waren etwas gewöhnungsbedürftig, ja fast schon norwegisch.
Das Schneetreiben endete am Bahnhof und wir machten uns wieder zurück auf den Weg nach Fönebo. Wussten wir doch, dass uns noch 100 Kilometer hoher Schnee, glatte Straßen und dadurch entstandene Staus erwarten werden.

Fönebo

Ein Meteoritenkrater, gefüllt mit Wasser

Fönebo selbst besteht aus einer Straße, einem Campingplatz und einer kleinen Siedlung mit grob 20 Häusern. Laut Airbnb steht unser Haus im „obersten Regal“, was uns eine wundervolle Aussicht auf den See Norra Dellen erlaubt.
Faszinierend an dem See und seiner Schwester ist die Tatsache, dass die beiden Seen, die fast einen Kreis ergeben, das Resultat eines Meteoriteneinschlags sind. Hat was, oder?
Klares Wasser zieht sich so durch unsere Reise. Die Fjorde hatten stets fantastisch klares Wasser und der See tut dem keinen Abbruch.
Besonders schön war es, über gefrorenen Sand zu spazieren. Habe ich auch noch nicht so oft gemacht.
Die Drohne ist ausgiebig ihre Runden geflogen, um diesen tollen Ort einzufangen.
Leider kam ich erst heute auf die Idee, ein Panorama mit dieser zu erstellen. Unbekannt war mir die Funktion nicht, daher weiß ich nicht, warum ich erst heute darauf gekommen bin.
Hier noch ein paar Bilder aus der Natur, bevor wir Stockholm erreichen:

Ferienhaus und versteckt: Der Megane
Nadelwald von oben
Fönebo Beach

2 Antworten zu „Neuschnee”.

  1. Avatar von Martin Gerhardts
    Martin Gerhardts

    Die Drohne macht auch Zeitraffer. Immer wieder gerne genommen . . .

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    1. Avatar von Timon G.

      Ich zieh ja mit.

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